Bayernligameister 2016/2017

Die Eishockeystadt trauert: Peter Lowden verstorben

(Oberliga-Memmingen) Peter Lowden, einer der größten Spieler der Memminger Eishockeygeschichte ist vor wenigen Tagen im Alter von 54 Jahren verstorben. Der Verein wird dem Kanadier Anfang September im Rahmen der Saisoneröffnung gedenken, außerdem werden spezielle Trikots verkauft. Weitere Infos zur Aktion finden Sie hier.

Lowden

Der ECDC Memmingen hat mit tiefer Trauer von der Nachricht des frühen Todes vom ehemaligen Top-Stürmer Peter Lowden erfahren. Die Indians bedauern den Verlust dieser großen Persönlichkeit außerordentlich und drückt den Hinterbliebenen ihre Anteilnahme aus.
Zum Gedenken an den ehemaligen Angreifer mit der Nummer 16 (und später 61) wird im Rahmen der Saisoneröffnung am 01. September ein besonderes Trikot (entworfen von den Waschbären Memmingen) für den Kanadier in der Eissporthalle aufgehängt. Dieses kann im Anschluss auch erworben werden. Hier sind alle drei Memminger Vereine abgebildet, für die der damalige Publikumsliebling aufs Eis gegangen ist.
Lowden litt an einer unheilbaren Krankheit, welcher er - nach hartem und langem Kampf - in seiner Heimat in Kanada nun erlegen ist. 
Der ECDC Memmingen und das Hobbyteam der Waschbären haben ein Konto eingerichtet, welches Spenden zugunsten der ALS-Forschung entgegennimmt. Spendenbeträge sowie Erlöse aus dem Trikotverkauf kommen zu 100% dem guten Zweck zu Gute.

Kontoinhaber: ECDC Memmingen Abt. Waschbären
IBAN: DE76 7319 0000 0103 5390 16
Verwendungszweck: Hilfe ALS

 

Hier noch einmal zum nachlesen und in Erinnerung schwelgen: Ein Nachruf auf Peter Lowden
(
Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung/ Manfred Jörg)


Eishockey-Legende Peter Lowden ist tot 

Memmingen/Niagara Falls Wenn ein Eishockey-Spieler etwas ganz Besonderes leistet, wenn er die Herzen der Fans auf eine ganz spezielle Art und Weise tief berührt, dann wird ihm eine außergewöhnliche Ehre zuteil: Sein Trikot wird unter das Hallendach gezogen und dort aufgehängt, seine Rückennummer im jeweiligen Verein oftmals nicht mehr vergeben.

Das Trikot von Peter Lowden wurde im Jahr 2001 in der Memminger Eissporthalle auf diese Weise geehrt. In Eishockey-Kreisen teilt man verdienten Spielern dadurch mit: „Du warst eine richtige Granate auf dem Eis und auch sonst ein verdammt netter Kerl.“ Das schrieb die Memminger Zeitung seinerzeit über den Kanadier, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder Paul die Zuschauer im Hexenkessel Hühnerberg von den giftgrünen Sitzen gerissen hatte.

Beim SC Memmingen ließen die Stürmer Peter (Rückennummer 16) und Paul (17) die gegnerischen Verteidiger verzweifeln und die eigenen Anhänger verzückt aufjubeln. Anfang der Neunziger schossen sie den SCM mit ihren Toren in die damalige Zweite Bundesliga und brachten das Memminger Eishockey damit auf das bislang höchste und nie wieder erreichte Niveau. Dass bald darauf der Absturz des Vereins folgte, ist eine andere Geschichte.

Unheilbare Krankheit

Jahre später kam Peter Lowden noch einmal an den Hühnerberg und spielte – nun mit der Rückennummer 61 – auch noch für den EHC und den ECDC, bevor er in seine Heimat nach Ontario zurückkehrte und ein Restaurant eröffnete. Dort, in Niagara Falls, ist eine der größten Memminger Eishockey-Legenden nun im Alter von 54 an der unheilbaren Krankheit ALS gestorben – nach langem und hartem Kampf, wie es in der Todesanzeige in Kanada heißt.

Ein großartiger Kämpfer war Peter William Lowden auch in all den Jahren, in denen er für alle drei Memminger Eishockeyvereine die Schlittschuhe schnürte. Die Eishockey-Fans am Hühnerberg werden ihn nie vergessen. Denn er war nicht nur ein fantastischer Spieler, sondern auch ein verdammt netter Kerl; einer, der die Herzen der Eishockey-Fans auf eine ganz spezielle Art berührte.

 

 


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