ECDC Memmingen

ECDC Memmingen von 1999 bis heute:

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Der Verein wurde am 19.7.1992 als Streethockeyabteilung gegründet. Seit 1999 nimmt der Klub am Spielbetrieb des BEV Eishockey teil. Dort wurden die Indians auf Anhieb Meister in der Bezirksliga Gruppe 4 und stiegen somit in die Landesliga auf. Im Kampf um die Bezirksliga-Meisterschaft 1999 wurde der ECDC Dritter. Im Bayernkrug schieden die Indians im Viertelfinale gegen EAC Bad Reichenhall aus.

In der Saison 2000/2001 erreichten die Indians in der Vorrunde den zweiten Platz. In der Qualifikationsrunde scheiterte der ECDC nur aufgrund des schlechteren direkten Vergleiches gegenüber Lindau und Schliersee an der Aufstiegsrunde.

Auch in der zweiten Saison 2001/02 schaffte der ECDC mit einem dritten Platz, punktgleich mit Denklingen erneut souverän den Sprung in die besten Vier. In der Qualifikationsrunde allerdings hatte man keinen großen Auftrag und wurde am Ende Siebter.

Das gleiche erreichte der ECDC in der Saison 2002/03. In der Vorrunde Dritter und in der Qualifikationsrunde schlussendlich Siebter. Aber es war eine turbulente Saison. Mit insgesamt drei Trainern beendeten die Indians die Saison. Zunächst stand Günther Polansky, der auch die EHC Memmingen-Damenmannschaft in der Bundesliga betreut, an der Bande. Doch nach drei Spielen zogen dunkle Wolken über dem Himmel auf. Nach zwei Niederlagen in Buchloe und Germering war das Ziel schon in weite Ferne gerückt. Trainer Günther Polansky nahm eine Teilschuld auf sich und reichte seinen Rücktritt ein. Daraufhin übernahm nach kurzem Zögern Memmingens Eishockey-Denkmal Peter Lowden das Kommando an der Bande. Er führte die Indians sicher in die bevorstehende Qualifikationsrunde. Als einzige Mannschaft gewann der ECDC gegen die beiden Aufsteiger Wanderers Germering und TuS Geretsried 1b dreimal. Doch leider reichte es nur zum siebten Endrang.

Im Sommer 2003 das große Memminger Sommertheater um den EHC Memmingen. Nach dem schlussendlichen Aus des Oberligisten übernahmen die Indians die Nachwuchs- und die Damenabteilung.

Absolute Priorität hatte dann auch die Integration des Nachwuchses in den Hauptverein. Auch das Kürzel ECDC wurde aufgrund der neuen Situation umbenannt. Fortan heißt es "Eisclub Die Coyoten".

Die Vorrunde wurde erneut mit dem dritten Rang abgeschlossen. In der anschließenden Qualifikationsrunde verloren die Indians nur gegen Fürstenfeldbruck zweimal knapp. Auch im Pokal scheiterte der ECDC erst im Halbfinale im Penaltyschiessen am späteren Sieger Peißenberg. Aber in der Saison 2004/05 sollte es endlich klappen mit dem Aufstieg in die Bayernliga.

Die Vorrunde schloss der ECDC als punktbestes Team in der gesamten Landesliga ab. Einzig eine Niederlage in Ulm stand auf dem Programm. Die restlichen 13 Partien wurden alle gewonnen, sechs davon sogar zweistellig. Auch das Torverhältnis von 115:35 kann sich sehen lassen.

In der Qualifikationsrunde setzte sich der ECDC ebenfalls souverän durch und ließ auch im Halbfinale dem EC Ulm vor über 1500 Zuschauer (Vereinsrekord) keine Chance. In einem dramatischen Finale gegen Deggendorf gewannen sie im Penaltyschiessen die Landesligameisterschaft. Auch der Pokalwettbewerb wurde im Endspiel gegen den ESV Buchloe gewonnen.

In der ersten Bayernliga-Saison ging die Erfolgsstory fast weiter. Als Aufsteiger sorgten die Indians für Aufsehen, fünf Spieltage waren sie sogar an der Tabellenspitze und belegten nach der Vorrunde Rang 4. Im Viertelfinale um die bayerische Meisterschaft schied man allerdings in zwei Spielen gegen Fürstenfeldbruck aus und belegte Rang 5.

Trotz der relativ guten letzten Saison fand dann im Sommer beim ECDC Memmingen ein kleiner Umbruch statt. Doch die Neuzugänge schlugen nicht wie erwartet ein und so befanden sich die Indians Anfang Dezember nur auf dem zwölften Rang wieder. Auch Trainer Michael Bielefeld trat Mitte Dezember aufgrund des großen öffentlichen Druckes zurück. Interimscoach war danach Co-Trainer Daniel Trunzer, der zusammen mit dem verletzten Helge Pyka die "Zügel an der Bande" in der Hand hielt. Auch wurde die vakante Ausländerposition mit Byran Phillips besetzt. Nach kurzer Zeit wurde er allerdings "Eishockey-Deutscher" und die Verantwortlichen konnten mit dem ex- Waldkraiburger Dale Crombeen einen weiteren Ausländer nachlegen. Am Ende der Vorrunde reichte es noch zu Platz 10. Die anschließenden Play-Downs gegen Burgkirchen wurde in drei Spielen erledigt und der Klassenerhalt gefeiert. Hier die ausführliche Saison-Rückschau - Spielzeit für Spielzeit:

 

Saison 2003/04 - Plötzlich die erste Kraft!

Unter völlig veränderten Vorzeichen begann für die Memminger Indians die Saison 2003/ 2004 in der Eishockey Landesliga Gruppe West. Ein wahres Sommertheater erschütterte das Memminger Eishockey, und nach dem endgültigen Aus des EHC war es nur dem unermüdlichen Einsatz der Vorstandschaft des ECDC Memmingen und den Herren Gemsjäger uns Tenschert zu verdanke, das sowohl die Memminger Bundesligadamen, als auch der gesamte Eishockeynachwuchs im ECDC eine neue Heimat fand. Auch die erste Mannschaft zeigte dann ein völlig verändertes Gesicht, denn als neue erste Kraft in der Maustadt wollte man mit verstärktem Team ein gewichtiges Wort um den Aufstieg in die Bayernliga mitreden. So setzte man große Hoffnungen in die Memminger Urgesteine Waldemar Dietrich und Ingo Nieder, die genauso vom EHC zu den Indians kamen, wie der ehemalige Lettische Nationalspieler Sergejs Boldavesko. Als Nachwuchstrainer wurde Boldavesko zudem eine wichtige Rolle im Verein zuteil. Nach all den Querelen und Veränderungen war dann Erleichterung im Umfeld zu spüren, als es endlich aufs Eis ging und die ersten Vorbereitungsspiele anstanden. Zum Saisoneröffnungsfest präsentierte sich dann also ein völlig veränderter ECDC Memmingen. Der Gegner ESV Bad Bayersoien wurde dann auch mit 9:2 aus der Halle gefegt, so dass nach weiteren Heimsiegen in der Vorbereitung ( darunter auch gegen den Bayernligisten Lechbruck ) durchaus Hoffnung auf ein erfolgreiches Bestreiten der Saison aufkeimte. Doch sind Vorbereitungsspiele meist nur Makulatur, wenn es auf dem Eis dann um Punkte geht. Am 19.10.2003 begann dann endlich die heißersehnte Landesligasaison für die Memminger Indians. Der Allgäuer Traditionsverein EV Pfronten gab zum Saisonauftakt seine Visitenkarte in der Eissporthalle am Hühnerberg ab. Über 600 Zuschauer wollten die Punktspielpremiere der neuen Indians sehen, und waren zu Beginn sehr zufrieden. Schnell ging ihre Mannschaft mit 3:0 in Führung. Nach einem katastrophalen Leistungseinbruch gab man das Spiel noch mit 3:4 aus der Hand. Erste Ernüchterung machte sich breit, doch eine Woche später konnte man den EV Bad Wörishofen mit 7:1 nach Hause schicken und die Nervosität im Umfeld legte sich fürs Erste wieder- fürs Erste...

Das erste Auswärtsspiel führte die Indians dann ins ungeliebte Freiluftstadion nach Buchloe. Der dortige ESV konnte in einem spannenden Spiel mit 6:5 niedergerungen werden. Der erste Sieg in Buchloe der Vereinsgeschichte war geschafft. Einem weiteren Sieg gegen den Abstiegskandidaten Burgau folgte ein ganz schwacher Auftritt beim Nachbarn in Bad Wörishofen. Die Mannschaft lies Moral, Siegeswillen und Kampfgeist vermissen, und verlor die Partie völlig verdient mit 5:7. Am 14.11. kam es dann zum Duell mit dem Favoriten der Gruppe West, dem TSV Peißenberg. Ein ansehnliches Spiel endete mit einem verdienten Sieg für die Gäste aus Oberbayern. Die Memminger Defensivreihen fanden nie ein Mittel gegen Peißenbergs Sturmduo Weckerle/ Wittlinger, und so war es dann auch Toptorjäger Martin Weckerle vorbehalten, mit 3 Toren das Spiel praktisch im Alleingang zu entscheiden.

Die Indians hatten den Anschluss an die Tabellenspitze bereits verloren. Die Vorstandschaft sah sich zum Handeln gezwungen, und so entschied man sich den Trainer Markus Klein mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden. Ein Trainerduo an der Bande sollte es richten, und so gaben Sergejs Boldavesko und Frank Lehmann beim nächsten Heimspiel gegen den ESV Buchloe ihr Trainerdebüt. 2:1 siegten die Indians nach hart umkämpfter Partie durch zwei Tore von Bernd Hefele in den Schlusssekunden. Zu Beginn der Wechselfrist stießen dann mit Christopher Eisenlohr und Andreas Börner zwei weitere ex- Memminger zum Kader, und man erhoffte sich einen weiteren Schub fürs Team. Die Mannschaft leistete sich dann noch Niederlagen in Peißenberg und beim unbedeuteten Vorrundenabschluss in Lindau. Als Gruppendritter, mit der zweitbesten Abwehr, und dem besseren Torverhältnis gegenüber dem EV Pfronten konnte man sich letztlich recht ungefährdet für die Qualifikationsrunde qualifizieren. Ein Wehrmutstropfen war die schwere Knieverletzung von Torhüter Ralf Weinl im Heimspiel gegen Lindau ( 5:3 ). Als Ersatz konnte man mit Reiner Vorderbrüggen einen echten Meister seines Fachs nach Memmingen holen. Die Qualifikationsrunde zum Aufstieg in die Bayernliga begann mit einer Reise zum EV Bruckberg. Im Moosburger Freiluftstadion siegten die Indians in einer an Höhepunkten armen Partie standesgemäß mit 4:1. Eine Woche darauf kreuzte man die Schläger mit dem zweiten der Landesliga Gruppe Nord, dem SC Bad Kissingen. Die Indians zeigten sich läuferisch und spielerisch überlegen, und siegten auch in der Höhe verdient mit 7:1. Der große Gegner der Qualifikationsrunde war ausgemacht, der EV Fürstenfeldbruck. Dieser gab dann auch seine Visitenkarte in der Eishalle am Hühnerberg ab. Mehr als 1000 Zuschauer waren gekommen um die Indians zum eminent wichtigen Sieg zu schreien. Doch der EVF zeigte den Indianern ihre Grenzen auf, und siegte völlig verdient mit 4:1. Ernüchterung machte sich breit. Der ECDC gewann sein Heimspiel gegen Bad Kissingen und musste nun die schwere Reise nach Fürstenfeldbruck antreten. Die vielen mitgereisten Fans wurden zu Beginn enttäuscht. Erst zur Hälfte des Spiels besannen sich die Memminger auf ihre Stärken und machten das Spiel richtig spannend. Trotzdem hieß es am Ende 5:4 für den EV Fürstenfeldbruck, der sich dadurch den Einzug ins Halbfinale sicherte. Der hitzigen Partie im Brucker Freiluftstadion musste der ECDC Tribut zollen. Höhepunkt war der Zwist von Sergejs Boldavesko mit dem Brucker Verteidiger Erwin Schedlbauer. Der Brucker foulte Boldavesko übelst gegen den Kopf, was dieser am Boden liegend mit einem beidbeinigen Tritt gegen seinen Kontrahenten beantwortete. Der Schiedsrichter brummte Boldavesko völlig zurecht eine Matchstrafe auf, weswegen er noch bis zum zweiten Punktspiel gesperrt ist. Die Chance auf den Einzug ins Halbfinale war vertan, und so war der letzte Heimsieg gegen den EV Bruckberg nur noch Makulatur. Die Mannschaft zeigte zu oft ihre zwei Gesichter, und war am Ende zu wenig konstant und zu schwach im Körperspiel um ins Halbfinale einzuziehen. Auch für den Pokalwettbewerb des Bayernkruges hatten die Indians gemeldet. Den einseitigen Erstrundenbegegnungen gegen den ESV Würzburg ( 9:3, 11:0 ) folgten zwei echte Pokalfights gegen den EV Pegnitz. Unterlag man Zuhause nach großem Spiel noch mit 4:5, so konnte man in Franken dem EVP mit 1:5 seine erste Heimniederlage seit mehr als einem Jahr zufügen. Im Halbfinale wartete dann der TSV Peißenberg. Vom Punktspiel in Bad Kissingen ausgelaugte Indians verloren in Oberbayern mit 1:4, konnten es dann beim Heimspiel noch richtig spannend machen. Erst im Penaltyschießen ergab man sich dem starken TSV, der damit ins Finale einzog, dass er dann auch gegen den ESV Buchloe gewann. Eine Saison mit Höhen und Tiefen ging zu Ende. In ruhigerem Fahrwasser beginnt nun die neue Eishockeysaison, und man scheint gerüstet den Aufstieg in die Bayernliga anzugehen...

 

Saison 2004/2005 - Ein Jahr der Superlative!

Mit Aufbruch war die Stimmung beim ECDC Memmingen zu Beginn der Vorbereitung auf die Saison 2004/2005 wohl am besten zu beschreiben. Die Verantwortlichen erledigten im Sommer ihre Hausaufgaben mit Bravour, und der sportliche Leiter Marcus Klär konnte eine mit prominenten Namen gespickte Mannschaft für die Memminger Indians aufs Eis schicken. Auf der Torhüterposition vertraute man weiterhin auf die Dienste des Routiniers und ehemaligen DEL- Cracks Reiner Vorderbrüggen. Doch was diesem Topgoalie vor die Nase gestellt wurde, glich schon einem Bollwerk. Von den insolventen Eisbären aus Kempten kehrte Helge Pyka nach Memmingen zurück, und übernahm vom ersten Training an die von ihm gewohnte Führungsposition. Mit Markus "Spätzle" Keintzel brachte er gleich einen berüchtigten Verteidiger aus Kempten mit ins Unterallgäu. Ein weiterer Neuzugang für die Defensive war Daniel Gebhardt. Ein in Memmingen bekanntes Gesicht, das der Verteidigung auch im Spiel nach vorne Stärke gab. Auch im Angriff kehrte ein verlorener Sohn Heim in die Maustadt. Martin Löhle, zuvor noch in Diensten des Oberligisten EV Ravensburg, schnürte wieder die Schlittschuhe für seine Heimatstadt Memmingen. Als "Oberindianer" an der Bande konnte mit Michael Bielefeld aus Pfronten ein junger, hungriger Trainer verpflichtet werden. So wehte von Beginn an ein frischer Wind durch die Eissporthalle am Hühnerberg.

Zum ersten Vorbereitungsspiel gastierte dann der EV Fürstenfeldbruck bei den Indians. Mit 3:1 konnte die offene Rechnung aus dem Vorjahr beglichen, und der erste Bayernligist bezwungen werden. Auch die Siege gegen Pfaffenhofen, Augsburg und Bad Wörishofen stärkten das Selbstvertrauen, und weckten natürlich Erwartungen beim Memminger Anhang. Einzig den Vergleich mit dem späteren Oberliga-Aufsteiger EV Landsberg mussten die Indians mit 2:4 verloren geben. So kam es dann am 22. Oktober zum heißersehnten Auftakt in die Punktspielsaison. Die Gäste aus Pfronten waren motiviert, den Indians wie schon zu Beginn der Vorsaison die Suppe zu versalzen. Doch bei ausgezeichneter Stimmung ließen die Memminger nichts anbrennen, und setzten mit ihrem 8:2 Heimsieg die erste Duftmarke. Als eine Woche später der EV Bad Wörishofen am Hühnerberg gastierte war die Angriffsmaschinerie der Indians richtig heiß gelaufen. 10:3 hieß es am Ende. Die folgenden Partien konnten allesamt mit recht souveräner Lockerheit gewonnen werden. Einzig das Heimspiel gegen den EV Lindau verlief denkwürdig. Mit 0:4 lagen die Gäste vom Bodensee bereits in Front, als sich der Tabellenführer auf seine Stärken besann. Am Ende hieß es nach einem Kraftakt dann aber doch noch 8:5. So entwickelten die Indians dann in der Landesliga Gruppe West eine gewisse Dominanz, und einzig der EC Ulm/ Neu- Ulm konnte einigermaßen schritthalten. So reisten dann ca. 300 Memminger mit zum Spitzenspiel nach Ulm. Die Stimmung war blendend, einzig das Ergebnis ließ am Ende zu wünschen übrig. Die Indians hatten mit argen Verletzungsproblemen zu kämpfen, und so musste man beim 2:4 die erste Punktspielniederlage einstecken. Doch nur eine Woche später fand in Memmingen vor 1100 Zuschauern die Revanche statt. Der 11:4 Heimsieg für die Indians zementierte den Gruppensieg, den man mit den Auswärtssiegen in Lindau und in Pfronten noch unterstrich. Einziger Wehrmutstropfen der Vorrunde war die schwere Verletzung von Daniel Trunzer. Beim Spiel in Burgau (11:1) verletzte er sich so schwer, dass kurzfristig sogar eine Querschnittslähmung zu befürchten war. Doch Daniel hatte Glück im Unglück und ist wieder auf dem Weg zur vollständigen Genesung.

Genauso erfolgreich verlief auch das Unternehmen Bayernliga-Aufstieg für die Indians. Nach dem 8:4 Auftaktsieg in der Qualifikationsrunde gegen den ERSC Amberg, empfingen die Indians dann den großen Konkurrenten des EHF Passau. In einem spannenden Spiel siegte Memmingen mit 5:4. Dem Kantersieg in Amberg (12:1), folgten die Pflichtaufgabe in Reichersbeuren (16:4) ehe es dann in der restlos ausverkauften Passauer Eis Arena zum entscheidenden Spiel um Platz 1 in der Gruppe kam. Die Indians zeigten eine klasse Leistung, und siegten in einer dramatischen Begegnung mit 6:4. So war also die Teilnahme am Halbfinale perfekt die abschließende Partie gegen den krassen Außenseiter SC Reichersbeuren war nur Formsache und mit 16:3 im Schongang eindeutig. Im Halbfinale gab es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Denn dort warteten der EC Ulm/ Neu-Ulm auf die Indians. Mehr als 1600 Zuschauer (Zuschauerrekord) wollten das Heimspiel sehen, und wurden beim 8:1 keineswegs enttäuscht. Der 3:0 Auswärtssieg in Ulm machte dann den Traum von der Bayernliga perfekt, und das Memminger Eishockey startete die Feierlichkeiten.

Das Finale gegen den Mitaufsteiger Deggendorfer SC hatte zwar sportlich keinen Wert, doch wurde sowohl beim 2:1 in Memmingen, als auch beim 5:5 n.P. in Deggendorf hochklassiger Sport geboten. Nach einem dramatischen Spiel, in dem der ECDC einen Rückstand aufholte entschied Martin Löhle mit seinem Penalty das Spiel und die Indians wurden damit zum Bayrischen Landesligameister gekürt.

Neben dem Punktspielbetrieb nahmen die Indians auch wieder am Bayernkrug teil. Diesen konnte der ECDC Memmingen mit einer nicht geglaubten Souveränität gewinnen. In Runde eins wurde der Bezirksligist aus Bad Kissingen zweimal vom Eis gefegt (9:1,10:2). In der zweiten Runde wartete dann mit dem VER Selb ein richtiger Brocken auf die Memminger. Doch der 10:6 Sieg beim turbulenten Spiel in Selb legte den Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale. Als dort dann mit dem TSV Trostberg der Absteiger aus der Bayernliga aus dem Rennen geworfen wurde (7:1,10:2), glaubten viele im Memminger Umfeld an den Gewinn des Pokals. Doch im Halbfinale wartete der EC Ulm/ Neu- Ulm. Dem 5:0 Hinspiel Erfolg in Ulm folgte dann beim 13:1 ein echtes Schützenfest. Man war also gerüstet für das große Finale. Der ESV Buchloe überrumpelte die Indians im Hinspiel und lag nach dem ersten Drittel mit 3:1 in Führung. Doch dann wachten die Memminger auf, und die abwechslungsreiche Partie endete 8:6 für Memmingen. Der 2:0 Sieg im eher glanzlosen Rückspiel sicherte den Memminger Indians erstmals in der Vereinsgeschichte den Gewinn des Bayernkruges.

Damit war das "Double" perfekt und die erfolgreiche Saison ist noch ausgiebig gefeiert worden. Spieler des Jahres wurde Martin Löhle. Was in Anbetracht seiner 105 Scorerpunkte in 39 Spielen auch verdient scheint. Einzig Sergejs Boldavesko, der eine überzeugende Saison spielte übertraf diese Marke, und wurde Topscorer der Liga. So ging die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte des ECDC Memmingen zu Ende. Die gezeigte sportliche Leistung, sowie der ansteigende Zuschauerzuspruch lassen auf eine rosige Zukunft des Eishockeys in Memmingen hoffen!

 

Saison 2005/2006 - Die Premieren-Saison der Indians in der Bayernliga

Nach der historischen Saison 04/05 die in der souverän errungen Landesligameisterschaft und dem ungefährdeten Sieg des Bayernkrugs gipfelte, schickten sich die Memminger Indians an, sich in der Bayernliga zu etablieren. Die Leistungsträger des vergangenen Jahres konnten allesamt gehalten, und die Mannschaft mit den Neuzugängen Patrick Vetter (ESV Kaufbeuren), Patrick Meißner (EV Füssen), Andreas Becherer (EC Peiting), Stefan Mayer (EV Landsberg) sowie Holger Völk und Felix Rachel (beide EV Pfronten) punktuell verstärkt werden.

So ging es dann bereits am 26.08.05 in die Eishalle nach Ravensburg, wo man beim dortig-en EV zur Saisoneröffnung gastierte. Entgegen aller Erwartungen präsentierten sich die Indians tapfer und mussten sich am Ende lediglich mit 2:5 geschlagen geben. Im Rückspiel in Memmingen war dann gar die Sensation zum greifen nahe, und der Favorit siegte erst durch einen Penalty kurz vor Schluss mit 5:4. Auch die Freundschaftsspiele gegen die Oberligisten aus Landsberg (3:3) und Füssen (4:4) weckten berechtigte Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison. Ungeschlagen gingen die Maustädter dann aus den restlichen Vorbereitungsspielen. Buchloe (6:4, 3:2) Kottern (8:5, 7:2) Schongau (1:0, 3:3) sowie Bad Kissingen (25:0!) prüften die Indians während der langen Vorbereitung. Voll motiviert gingen die Schützlinge von Trainer Michael Bielefeld also in die Bayernligasaison.

Gleich am ersten Spieltag gastierte man beim Favoriten in Waldkraiburg. Mit 1:6 gab es dann auch gleich einen Denkzettel mit auf die Heimreise. In den nächsten 16 Spielen gab es für die Indians dann lediglich 2 Niederlagen gegen Dorfen und in Erding. Nach dem Heimspiel gegen den EC Pfaffenhofen (4:4) stand der ECDC Memmingen dann erstmals an der Tabellenspitze der Bayernliga! Höhepunkte waren sicherlich die Heimsiege gegen die Favoriten EHC Waldkraiburg (4:1) und den Höchstadter EC (3:2).

Viele Spiele in dieser Saisonphase wurden teilweise mit sehr hohem Kraftaufwand und teilweise sehr glücklich gewonnen. So siegten die Indians beispielsweise im Allgäu Derby vor mehr als 200 mitgereisten Schlachtenbummler glücklicherweise mit 2:1 beim ERC Sonthofen. Auch die Auswärtsspiele in Schongau (2:1) Geretsried (4:3) und Deggendorf (2:0) wurden mit kräftezehrender Arbeit errungen. Vor allem der groß aufspielende Martin Löhle und sein Sturmpartner Sergejs Boldavesko sorgten in der Vorweihnachtszeit für Tore am Fließband. Am 23.12.05 gab es dann im ungeliebten Freiluftstadion von Pegnitz eine sehr unglückliche 2:3 Niederlage, die dann aber am 2. Weihnachtstag vor der Rekordkulisse von 1058 Zuschauern gegen die Wanderers Germering mit einem 6:2 wieder wett gemacht wurde. So waren die Indians zum Jahreswechsel also gut im Rennen. Am Dreikönigstag ging es dann zum absoluten Spitzenspiel nach Franken.

Die Indians gastierten beim Höchstadter EC, der nach anfänglichen Problemen die Liga mehr und mehr dominierte. Viel vorgenommen hatte sich das Team um Kapitän Helge Pyka, doch es gab ein böses Erwachen. Völlig chancenlos musste man sich dem Favoriten mit 4:8 geschlagen geben. Danach begann für die Indians eine Serie mit weniger zufrieden stellenden Spielen. Sowohl spielerisch, als auch kämpferisch ließen die Memminger den Biss vermissen, der sie noch im Herbst auszeichnete. Der Niederlage beim HEC folgte zu Hause ein 0:1 gegen die EA Schongau. Damit gab es erstmals ein Wochenende ohne Punkte für den ECDC Memmingen.

Das nächste Heimspiel gegen den TuS Geretsried war dann von Beginn an umkämpft. Am Ende der spannenden Partie stand dann ein leistungsgerechtes 5:5 Unentschieden. Das folgende Auswärtsspiel beim ESC Dorfen wurde deutlich mit 2:5 verloren, ehe es die Indians eine Woche später in Peißenberg versäumten den Sack zuzumachen, und sich trotz dreimaliger Führung mit einem 3:3 Unentschieden zufrieden geben mussten. Damit waren die ausgelaugten Indianer bereits seit 5 Spielen sieglos.

Diese Serie riss verdientermaßen im nächsten Heimspiel. Mit 6:2 konnte man den Deggendorfer SC nach Hause schicken, und weiter Anschluss an das Führungsduo Höchstadt/- Waldkraiburg halten. Wieder über 1000 Eishockeyfans kamen dann, als der ERC Sonthofen zum Rückspiel in der Eissporthalle am Hühnerberg gastierte. Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen, denn es gab gutes Eishockey, und emotionale Atmosphäre, zu der beide Fan-gruppen beitrugen. 4:4 hieß es am Ende eines unterhaltsamen Eishockeyabends. Der Tabellenführer aus Höchstadt war damit in weite Ferne gerückt. So galt das Hauptaugen-merk der Memminger Indians der Verteidigung des 4. Tabellenplatzes welcher dem Team in den Play- Offs Heimrecht bescheren würde. Angesichts des Restprogramms schien dies auch möglich für den ECDC. Ein glücklicher Sieg beim Schlusslicht in Burgkirchen (3:2) schaffte etwas Luft zur Konkurrenz aus Fürstenfeldbruck und Königsbrunn. Doch am vorletzten Spieltag zeigten die Indianer dann eine schwache Leistung in Pfaffenhofen. Nach dieser 2:4 Niederlage kam es dann zum echten Endspiel um Platz 4 mit dem EV Fürstenfeldbruck. Mit 4:0 behielt man beide Punkte in Memmingen und ging mit einem sicheren Gefühl in die Play- Offs. Dort hieß der Gegner wiederum Fürstenfeldbruck.

Doch das die Play- Offs ihre eigenen Gesetze haben ist nicht erst seit dieser Spielzeit bekannt. Völlig verdient Siegte der EV Fürstenfeldbruck beim ersten Spiel am Hühnerberg mit 4:1. Ideenlos rannten die Indians gegen kompakt stehende Gäste an. Die Hoffnung war jedoch noch nicht verflogen im Lager der Indians. Hatte man schließlich in der Hauptrunde mit 7:4 als Sieger das Freiluftstadion in FFB verlassen. Diesmal sollte es anders kommen. 5:2 siegten auf-opferungsvoll kämpfende Hausherren gegen ein kraftlos agierendes Memminger Team. In nur 49 Sekunden war die Partie entschieden. Der EVF machte in der 32. Spielminute aus einem 1:2 ein 4:2 und zog verdient ins Halbfinale um die Bayrische Eishockeymeisterschaft ein. Das 5:2 ins von Reiner Vorderbrüggen bereits verlassene Tor war lediglich noch Makulatur. Am Ende war dieses Ausscheiden die logische Folge der schwachen Leistungen des ECDC in den Wochen zuvor. Am Ende dieser Saison bleibt trotzdem ein positiver Eindruck. Das Team spielte lange Zeit an der Tabellenspitze mit, mit den hinteren Tabellenregionen hatte man zu keiner Zeit was zu tun, die Zuschauer strömten (850 im Schnitt) an den Hühnerberg, und mit Martin Löhle hat man ein Eigengewächs in seinen Reihen, das die Saison als bester Torjäger der Liga abschließt.

Alles in allem eine gelungene Premierensaison der Memminger Indians in der Bayernliga. Die Saisonziele wurden erreicht, auch wenn am Ende das Gefühl bleibt, dass mehr drin gewesen wäre. Spannende Spiele, jeder in dieser sehr knappen Bayernliga konnte Jeden schlagen: Eishockeyherz was willst du mehr? Auf eine Fortsetzung in der Saison 2006/2007!!!!

 

Saison 2006/07 - Turbulente Saison für die Indians

Neu aufgestellt, mit vielen Veränderungen im Kader starteten die Memminger Indians in die Bayernligaspielzeit 06/07. Den Namhaften Abgängen Sergejs Boldavesko (ERC Sonthofen), Waldemar Dietrich, Christian Augst (beide nach Ulm) gesellte sich kurz vor Saisonbeginn noch Stargoalie Reiner Vorderbrüggen, der seine Laufbahn für beendet erklärte. Neu zum Team stießen durchweg junge Akteure, die dem ECDCD zum erneuten Sprung in die Play- Offs verhelfen sollten. Mit Michael Hlozek kam der Topscorer der Landesliga aus Ulm, und auch von den Oberligaspielern aus Füssen, Matthias Ziegler und Florian Häfele, sowie dem 19- jährigen Talent Christian Tarrach aus Sonthofen, erwarteten sich die Verantwortlichen des ECDC einiges. Als Vorderbrüggen- Ersatz kam Konstantin Bertet aus Stuttgart und auch Markus Haschka aus Ulm und Daniel Möhle vom Zweitligaaufsteiger aus Landsberg sollten zur Stabilität der Defensive beitragen. Die Vorbereitung startete dann alles andere als erfreulich für die Indians. Bereits im ersten Spiel gegen den Oberligisten aus Peiting (2:3) verletzte sich Kapitän und Integrationsfigur Helge Pyka, so schwer, dass er im Laufe der Saison kein Spiel mehr bestreiten konnte. Ein Ausfall, den die Mannschaft nie kompensieren konnte. Beim Vorbereitungsturnier in der Schweiz (Oberthurgau) gingen die Indians dann genauso als Sieger vom Eis, wie in den restlichen Vorbereitungspartien gegen Kreuzlingen, St. Gallen, Kottern und Bad Wörishofen. Vor allem die Eidgenössischen Teams forderten die Maustädter im Nachhinein zu wenig. Zum Saisonauftakt reisten die Memminger dann zum Rivalen EC Ulm7 Neu- Ulm, der den Aufstieg in die Bayernliga geschafft hat. Mit einem verdienten 6:3 Erfolg ließen die Mannen von Trainer Michael Bielefeld die knapp 300 mitgereisten Schlachtenbummler jubeln, und von einer erneut erfolgreichen Saison träumen. Doch bereits nach der 3:4 Heimniederlage gegen den EC Pfaffenhofen kehrte Ernüchterung rund ums Indians-Tipi ein. Das mit einer durchschnittlichen Leistung erspielte 6:0 gegen den späteren Play- Down Gegner Burgkirchen sollte der höchste Heimsieg dieser Saison bleiben. Danach setzte es ein 1:3 beim EHC Waldkraiburg und eine bittere 1:9 Niederlage nach desolater Vorstellung in Peißenberg. Im Memminger Umfeld begann es zu rumoren. Daran änderte auch der 2:1 Heimsieg gegen den EV Fürstenfeldbruck nicht, zu schwach war die Darbietung, die das Team seinem Anhang präsentierte. Etwas überraschend trotzen die Indianer dann dem Favoriten aus Passau ein 3:3 Unentschieden auf fremdem Eis ab. Nach einem Punktelosen Wochenende (3:7 gegen Schweinfurt und 2:3 in Erding), zog Trainer Michael Bielefeld seine Konsequenzen aus der im Umfeld immer härter werdenden Kritik und nahm seinen Hut. Bis zum Saisonende sollte Daniel Trunzer mit Unterstützung des Verletzten Kapitäns Helge Pyka die sportlichen Geschicke der ersten Mannschaft leiten. Auch im Kader begann nun ein munteres Wechselspiel. Michael Hlozek, der die Erwartungen nie erfüllen konnte, wechselte nach Höchstadt.

Auch die anderen, hoffnungsvollen Verpflichtungen Ziegler (nach Pfronten), Häfele (Füssen) und Tarrach (Sonthofen) brachen ihre Zelte in Memmingen wieder ab. Auch Holger Völk wurde von der sportlichen Leitung als nicht bayernligatauglich empfunden, und kehrte dem ECDC den Rücken. Nun galt es also den Kader wieder neu zu besetzen. Mit Bryan Phillips aus Timmendorf wurde ein echter Hochkaräter an Land gezogen. Bereits im ersten Spiel zeigten die Änderungen Wirkung, und die Indians siegten 5:4 in Königsbrunn. 3 Tore gingen auf das Konto von Phillips, derer 2 auf das des wiedererstarkten Martin Löhle. Die Rekordkulisse von knapp 1300 Zuschauern wollte dann den Auftritt des ERC Sonthofen (2:4) mit Sergejs Boldavesko sehen. Die Begegnungen gegen den Deggendorfer SC entwickelten sich dann zu einer Show des ehemaligen Nationalspielers Thomas Greilinger. 3:5 und 2:6 siegten die Favoriten am Ende verdient. Spielerisch ging es für die Indians von nun an aber steil bergauf. Vom insolventen EC Ratingen kam Klaus Micheller, und sorgte von Beginn an für mehr Sicherheit in der Memminger Hintermannschaft. So konnten die Indians dann auch das 2. Derby gegen Ulm für sich entscheiden. 5:4 hie0 es am Ende verdientermaßen für die Hauherren. 48 Stunden später gelang dem Team von Daniel Trunzer dann der große Coup. 8:2 siegte man nach toller Leistung beim damaligen Tabellenführer in Pfaffenhofen. Danach setzte es dann trotz verbesserter Leistung unnötige Niederlagen in Burgkirchen (5:7) und zuhause gegen den EHC Waldkraiburg (4:5). Der Rückstand auf den erhofften 8. Tabellenplatz wuchs auf 12 Zähler an, und so musste man sich frühzeitig von diesem gesteckten Ziel verabschieden. Zur Partie in Höchstadt wurde dann kurzerhand Torhüterlegende Reiner Vorderbrüggen reaktiviert. Die unglückliche 6:8 Niederlage konnte er nicht verhindern, doch von nun an blieben die Indians für den Rest der Hauptrunde ungeschlagen. Bryan Phillips erhielt einen deutschen Pass, und die Verantwortlichen konnten die Verpflichtung eines neuen Kontingentspielers vermelden. Kein geringerer als Dale Crombeen sollte von nun an das Trikot der Gefro- Indians tragen. 5 Siege, darunter ein fulminantes 4:0 gegen den Ligaprimus aus Passau, und das erst in letzter Sekunde sichergestellte 6:5 in Dorfen, sowie 3 Unentschieden sollten die Indians bis zum 30 Spieltag noch erzielen. So konnte das Team am Ende auch noch die Skeptiker überzeugen, und die Hauptrunde doch noch versöhnlich abschließen. Im Memminger Lager freute man sich bereits auf die Play- Downs gegen den EC Ulm/ Neu- Ulm, die ihrerseits weit hinter den Erwartungen zurück blieben. Doch eine Nichtberücksichtigung einer 10 Minuten- Strafe gegen Michael Hlozek aus seiner Zeit beim ECDC, kostete den Höchstadter EC einige Punkte und den Schatzmeister der Vereine aus Memmingen und Ulm einige Euro Einnahmen. SVG Burgkirchen hieß dann der Gegner der Maustädter in den Play- Downs. Einem 7:4 Heimsieg, folgte eine unnötige 1:2 Niederlage nach Penaltyschießen in der Keltenhalle zu Burgkirchen. Zu viele Chancen vergaben die Gefro- Indians. Deutlich besser sollte dies dann im 3. Spiel funktionieren. Mit 12:1 schickte man die Kelten nach Hause und ins Abstiegsfinale, das dann auch gegen den EC Ulm verloren ging.

So freut man sich in Memmingen auf eine 3. Spielzeit in einer attraktiven Bayernliga. Im nächsten Jahr soll es dann auch wieder mit den Play- Offs klappen. Dafür arbeiten die Macher bereits jetzt an der Zusammenstellung des Kaders für die Saison 2007/2008! Der ECDC bedankt sich bei seinem treuen Anhang und hofft auf ein Wiedersehen im September!

Hier noch einige Zahlen zur Bayernligasaison des ECDC:

Tabellenplatz: 10

Punkte: 28:32

Torverhältnis: 113:113

Siege: 11

Unentschieden: 6

Niederlagen: 13

Zuschauerschnitt: 774

Scorer:

1.Martin Löhle 52 Punkte

2. Bryan Phillips 34 Punkte

3. Ingo Nieder 25 Punkte

4. Andi Becherer 25 Punkte

Torjäger:

1. Bryan Phillips 22 Tore

2. Martin Löhle 20 Tore

3. Andi Börner 11 Tore

Assist:

1.Martin Löhle 32 Assist

2. Ingo Nieder 20 Assist

3. Andi Becherer 15 Assist

Strafen:

1.Markus Keintzel 98 Min

2. Armin Ullmann 70 Min

3. Patrick Meißner 64 Min


Saison 2007/08 - Eine tolle Saison mit einem viel zu schnellen Ende

(bd) Unter völlig neuen Vorzeichen begann für die Memminger Indians die Bayernligasaison 2007/ 2008. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung, in der die Höhepunkte die Gastspiele der Oberligisten aus Kaufbeuren und Füssen war, startete das Team des neuen Trainers Franz- Xaver Ibelherr in die Hauptrunde. Ibelherr, der vom Nachwuchs des Augsburger EV kam, löste den Interimstrainer Daniel Trunzer ab, der wieder als Co- Trainer fungierte. Auch im Kader veränderten die Verantwortlichen einiges. Verlassen haben die Indians Bryan Phillips (Hannover) Andi Becherer, Sebastian Weixler, Markus Keintzel und Patrick Meißner (alle nach Ulm), Dale Crombeen (zurück nach Waldkraiburg) sowie Daniel Möhle und Markus Haschka, die sich dem EV Fürstenfeldbruck anschlossen. Diesen Abgängen stellte der ECDC einige hochkarätige Neuzugänge entgegen. Der US- Boy Jim Nagle kam aus Miesbach nach Memmingen zurück, und aus Ulm holte man die Leistungsträger Manfred Jorde, Martin Valenti und Christian Augst. Verteidiger Dennis Stroecks kam aus Düsseldorf und der junge Nicolas Oppenberger stieß aus Kempten zum Team. Es schien also alles angerichtet für eine erfolgreiche Spielzeit. Zum Auftakt setzte es zwar eine schmerzliche 4:6 Niederlage in Erding, doch die folgenden Heimspiele gegen Schweinfurt (3:1) und Selb (5:4) konnte man für sich entscheiden. In Peißenberg gab es dann eine ernüchternde 1:4 Niederlage, und das Wissen, dass diese Saison sowohl nach oben, als auch nach Unten alles möglich ist. Nach weiteren Heimsiegen gegen Germering (5:3) und Höchstadt (3:1) gab es ein erstes Highlight. Beim starken EC Pfaffenhofen erkämpfte sich die Ibelherr- Truppe ein 4:4 Unentschieden. Jetzt gab es die Gewissheit auch gegen die Topteams der Liga mithalten zu können. Große Ernüchterung machte sich aber nach der 1:5 Heimpleite (dies sollte die einzige Heimniederlage der Hauptrunde bleiben!!!) gegen Königsbrunn breit. Ibelherr forderte Verstärkungen, doch Vorstand Helge Pramschürfer blieb zurecht bei seiner Meinung, das Team sei auch so stark genug die angestrebten Play- Offs zu erreichen. Nach einem Sieg gegen den EV Pfronten (6:1) ging es zum ersehnten Derby nach Sonthofen. Vor über 200 mitgereisten Schlachtenbummlern bezwangen die Indians den Gastgeber mit 6:3. Wermutstropfen dieses Sieges war der gebrochene Finger von Torhüter Reiner Vorderbrüggen, der fortan von Ex- DEL Keeper Marc Pethke der zuletzt in Ulm aktiv war vertreten wurde. Apropos Ulm. Die letzten Spiele vor der endgültigen Insolvenz des ECU waren heiße Derbys gegen unsere Indians. 2650 Zuschauer verfolgten bei grandioser Eishockey- Atmosphäre den 6:0 Sieg des ECDC. Auch beim 48 Stunden später stattfindenden Rückspiel gingen die Memminger mit 5:2 als deutlicher Sieger vom Eis. Auffallend war in dieser Phase der Spielzeit vor Allem die eklatante Auswärtsschwäche der Maustädter. In Schweinfurt (1:4) und in Selb (2:3) gab es jeweils nix zu erben, und so verpasste man es sich frühzeitig oben festzusetzen.

Ein turbulentes Spiel sahen die wiederum über 1000 Besucher dann am Abend vor Weihnachten. Mit 5:3 wurde der TSV Peißenberg niedergerungen, wobei in erster Linie Martin Valentis Empty- Net Goal in Erinnerung bleiben wird. Nach der Ulmer pleite brodelte es natürlich in der Gerüchteküche, ob sich wohl Spieler dem ECDC anschließen würden. Patrick Meißner war der Einzige, der sich entschied wieder ein Indianer zu werden. Markus Keintzel und Waldemar Dietrich schlossen sich dem ERC Sonthofen, wo mittlerweile Sergejs Boldavesko das Traineramt übernahm. Zwei starken Heimsauftritten gegen Pfaffenhofen (5:4) und Dorfen (3:1) folgte in Königsbrunn das erste 0:0 der Vereinsgeschichte. Der negative Höhepunkt der Spielzeit 07/08 war sicherlich die Niederlage beim EV Pfronten, wo zwischenzeitlich der ehemalige Indians- Coach Michael Bielefeld wieder die Schlittschuhe schnürte. 3:5 unterlagen die Memminger Puck Jäger beim EVP, was für die Gastgeber der einzige sportlich errungene Sieg bleiben sollte. Nach diesem Spiel rumorte es im Umfeld gehörig, wollten die Indians an diesem Wochenende doch große Schritte in Richtung Play- Off Heimrecht machen. Für dieses Unterfangen war auch das 2:2 gegen den ERC Sonthofen zu wenig, so schien es zu diesem Zeitpunkt. 2100 Zuschauer sahen eine hochklassige Bayernligapartie, die völlig gerechtfertigt mit einem Unentschieden endete. So kam dann alles auf das letzte Wochenende an. Beim starken Aufsteiger in Nürnberg legten die Gefro- Indians dann endlich ihre Auswärtsschwäche ab, und konnten mit einem 3:2 Erfolg beide Zähler aus der riesigen Nürnberger Arena entführen. Leider fiel ab diesem Zeitpunkt Ingo Nieder mit gebrochenem Kiefer aus.

Zum Abschluss der Hauptrunde gastierte dann der unangefochtene Tabellenführer EHC Waldkraiburg in der Eissporthalle am Hühnerberg. Die wiederum 1100 Fans bejubelten einen tollen 5:3 Erfolg ihrer Lieblinge, und freuten sich über das Erreichen des 2. Platzes nach der Bayernliga- Hauptrunde. Mit diesem Sieg sicherte sich der ECDC auch den inoffiziellen Titel des besten Heimteams mit 13 Siegen und 1 Unentschieden bei lediglich 1 Niederlage. Man schien also gerüstet für die Play- Offs. Doch bereits in der ersten Partie mussten die Maustädter die Überlegenheit des ERV Schweinfurt anerkennen, die völlig verdient mit 6:2 als Sieger vom Eis gingen. Auch beim 4:7 in Schweinfurt hingen die Trauben für Pyka und Co zu hoch. Diese beiden Niederlagen veranlassten die Verantwortlichen um Helge Pramschürfer dazu, dem Team einen letzten Impuls zu geben, und sich von Trainer Ibelherr zu trennen „ Zu groß waren die Risse im Verhältnis Team/Trainer...“, so Pramschürfer zu dieser Maßnahme. In Spiel 3 zeigten die von Interimstrainer Daniel Trunzer betreuten Puck Jäger dann auch eine couragierte Leistung, doch man unterlag letztlich unglücklich gegen wiederum stark auftretende Mighty Dogs. So endete eine stake Indians- Saison viel zu früh. Gerne hätte man nach dieser spannenden Bayernligasaison noch in den Play- Offs mitgemischt....

Hier noch einige Zahlen zur Bayernligasaison des ECDC:

Scorer:

1.Jim Nagle: 44 Punkte

2. Martin Löhle: 35 Punkte

3. Manfred Jorde: 30 Punkte

Torjäger:

Martin Löhle: 22 Tore

Strafbankkönig:

Manfred Jorde: 119 Minuten

Zuschauerschnitt:

1093 (Vorrunde), 1600 (Play- Offs)


Saison 2008/09 - Eine Saison mit Licht und Schatten!

Nachdem die Memminger Indians im Vorjahr mit dem 2. Rang in der Hauptrunde in die Play- Offs einzogen, wollten die Verantwortlichen des Bayernligisten diesen Erfolg auch in der neuen Spielzeit wiederholen. Die Bayernliga startete mit einem neuen Modus in die Saison, und vor Allem das bei unentschieden neu eingeführte Penaltyschießen steigerte die Spannung in den Eishallen der Bayernliga.

Schmerzliche Abgänge musste das Team des neuen Trainers Thomas Pokorny (der Franz- Xaver Ibelherr ablöste) verkraften. Torhüter- Denkmal Reiner Vorderbrüggen pausierte erst, schloss sich dann dem ERC Sonthofen an, ex- Nationalspieler Klaus Micheller beendete seine glanzvolle Karriere, aber auch Andi Börner, der ein besser dotiertes Angebot aus Sonthofen vorzog, verließen den Verein und mussten ersetzt werden. Top- Neuzugang war dann Alexander Wedl, der vom Zweitligisten aus Ravensburg kam. Mit ihm kam der junge Stürmer Daniel Pfeiffer in die Maustadt. Einen Vertrag auf Probe erhielt Martin Hamann aus Dresden, der später allerdings ein Profi- Engagement beim Oberligisten in Herne annahm. Auch einen Rückkehrer gab es zu begrüßen. Waldemar Dietrich kam nach seinen Gastspielen in Ulm und Sonthofen zum ECDC zurück.

Nach Vorbereitungsspielen u.a. gegen Sonthofen, Pfronten, Buchloe und Schongau startete der ECDC also das Unternehmen Platz 8 in Selb. In einem hart umkämpften Spiel siegten die Indians mit 5:3, und zeigten ihr Potenzial für vordere Tabellenplätze. Einer knappen, unnötigen Heimniederlage gegen Höchstadt (1:2) folgte ein deutlicher 8:3 Kantersieg gegen den Mitfavoriten aus Schweinfurt. Beim schweren Auswärtsspiel in Dorfen führten die Pokorny- Schützlinge bereits komfortabel, ehe sie in den letzten Minuten die Partie noch aus der Hand gaben und mit 4:5 unterlagen. In Folge erlebten die Memminger Fans Gleiches bei den Spielen gegen Peißenberg (3:4), Erding (3:5) und in Dingolfing (4:6). Ende November gastierte dann der ERC Sonthofen zum großen Allgäu Derby. 2300 Zuschauer waren gekommen, und diese erlebten eine spannende Partie. 2:3 nach Penaltyschießen siegten die Gäste aus dem Oberallgäu, und feierten zurecht ihren überragenden Torhüter Markus Greiter. Einer desolaten Vorstellung in Königsbrunn (0:3) folgte dann die logische Trainerentlassung. Pokorny musste gehen, und wurde vom Duo Klaus Micheller/ Werner Tenschert beerbt. 6 Siege in Folge feierten die Gefro- Indians dann, und schlossen zur Spitze der Bayernliga auf. In dieser Saisonphase zeigte die Mannschaft was in ihr steckte, und bereitete den treuen Fans echte Freude. Vor Allem das Wochenende gegen den ESV Buchloe mit dem 2:1 Heimsieg, und dem furiosen 5:1 in Buchloe wird vielen in Erinnerung bleiben. 250 enthusiastische Indianer peitschten die Mannschaft zu diesem deutlichen Auswärtssieg. Wermutstropfen des Wochenendes war die schwere Knieverletzung von Martin Löhle, der nach einem bösen Foul im Heimspiel für 12 Wochen ausfiel. Er gesellte sich ins Lazarett zu Daniel Pfeiffer, der sich beim Spiel gegen Erding den Arm brach. Besonderes Pech hatte der junge Oberschwabe, als er sich kurz nach seinem Comeback die gleiche Verletzung erneut zuzog. Diese Verletzungen veranlassten die Verantwortlichen zum Handeln. Aus Kaufbeuren kam Markus Kerber, und der junge Stürmer fügte sich gut im Kader des ECDC ein.

Trotz dem Ende der Serie in Schweinfurt (3:4) waren die Maustädter voll auf Play- Off Kurs. Am 2. Weihnachtsfeiertag erlebte dann das Team und die über 1300 Zuschauer ihr blaues Wunder. 1:8 wurden die Kufencracks vom ESC Dorfen abgefertigt. Die Verfolger schlossen in dieser extrem ausgeglichen Bayernliga wieder auf. An einen Befreiungsschlag dachten viele, als Pyka und Co dann das Tabellen- Schlusslicht aus Dingolfing mit 15:3 aus der Halle schossen. Weit gefehlt, denn nur 3 Tage später bissen sich die Indians- Angreifer an Jenny Harß die Zähne aus, und man unterlag völlig unnötig mit 3:4 beim EV Pfronten. Immer wieder ließen die Memminger unnötige Punkte auf der Strecke. In Erding unterlag man mit 2:3, und nach dem Penalty- Thriller in Sonthofen (3:2 dank Patrick Vetter!) verlor man, nun mit Marc Pethke im Kasten mit 2:3 n.P. gegen Königsbrunn. So kam es nach dem ungefährdeten 8:2 gegen Pfaffenhofen zum echten Endspiel in Waldkraiburg. Mehr als 250 Schlachtenbummler begleiteten die Gefro- Indians zum amtierenden Meister, bei dem der ECDC noch nie gewinnen konnte. Schnell geriet man in Rückstand, doch dank einer tollen kämpferischen Leistung rang man die Löwen mit 6:3 nieder, und zog so in die Aufstiegsrunde ein. Der Ligaprimus aus Peißenberg, sowie die unangenehmen Mannschaften aus Erding und Dorfen sollten sich dort mit den Indians messen.

Die Zuversicht im Lager des ECDC war groß, und Jim Nagle verkündete im Interview sogar :“ Memmingen wird Meister!“ Zum Auftakt gab es dann Dank eines überragenden Nagle einen 3:0 Heimsieg über Dorfen. Als man in Erding nach großem Kampf einen Punkt entführen konnte, war man sogar Tabellenführer der Gruppe A. Doch schon im nächsten Spiel in Peißenberg war man nach der 4:7 Niederlage wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Tolle Stimmung herrschte dann beim Heimspiel gegen den TSV am Hühnerberg. 3:0 führten die Indianer bereits gegen den Favoriten, doch der konnte in der regulären Spielzeit ganz im Stile einer Spitzenmannschaft noch ausgleichen. Tim Tenschert, Jim Nagle und vor Allem Patrick Vetter waren dann die Garanten für den Sieg im Penaltyschießen. Die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale sollte also erst am letzten Wochenende fallen. Trotz einer 1:0 Führung gab es für die Micheller- Schützlinge, bei denen Martin Löhle sein Comeback gab in Dorfen nix zu erben, und man unterlag mit 1:5. So war das letzte Spiel der Saison gegen den TSV Erding ohne jeden sportlichen Wert. Trotzdem bleibt der Eindruck von der nicht entschuldbaren 1:7 Heimniederlage gegen den TSV Erding. So ging eine an sich ordentliche Saison mit einem bitteren Nachgeschmack zu Ende. Zudem bleibt der Eindruck, dass die Mannschaft in einigen Spielen nicht ihr volles Leistungsvermögen abgerufen hat, und sich so am Ende unter Wert verkauft hat. Positiv ist weiterhin die Entwicklung der Zuschauerzahlen, sowie meist auch die Atmosphäre in der Eishalle am Hühnerberg. Auch die Entwicklung der jungen Kräfte wie Nicolas Oppenberger, Tim Tenschert und Patrick Vetter lässt verheißungsvoll in die Zukunft blicken.

Hier noch einige Zahlen zur Bayernligasaison des ECDC:

Tabellenplatz: 8

Bester Scorer: Jim Nagle 52 Punkte

Bester Torjäger: Jim Nagle 24 Tore

Meiste Strafen: Martin Jainz 128 Minuten

Zuschauerschnitt: 1055


Saison 09/10 - Indians müssen in die Abstiegsrunde, Bayernligaerhalt wird gesichert

Die Stimmung vor der Saison war im Umfeld des ECDC eigentlich gut und man konnte viel positives rund um den Kader der 1. Mannschaft erkennen. Die wichtigste Personalie, nämlich die des Trainers blieb unverändert. Klaus Micheller blieb Cheftrainer und Werner Tenschert weiterhin sein Assistent. Die Fans freuten sich nach der langen Sommerpause vor allem über Rückkehrer und Publikumsliebling Andreas Börner, der nach einjährigem Gastspiel beim Allgäu-Rivalen Sonthofen an den Hühnerberg zurückkehrte. Riesige Erwartungen hatte man an „Königstransfer“ Mike Dolezal der als Kapitän vom Zweitligisten EV Ravensburg zum ECDC wechselte. Die Kontingentstelle belegte der bestens bekannte  US-Amerikaner James Nagle. Im Tor setzte man auf das junge Eigengewächs Patrick Vetter und den aus dem Nachwuchs des ESV Kaufbeuren wechselnden Dominik Wagner.

Die Vorbereitungsphase verlief bereits äußert holprig und man musste sich z.b. Landesligist EV Lindau geschlagen geben und gewann in Senden nur mit Müh und Not. Der Spielplan schickte die Indians zum Auftakt der Saison zu Angstgegner Dorfen und prompt setzte es ein knappe 2 zu 3 Niederlage. Rund um den Saisonauftakt gab es noch Unruhe im Umfeld durch ein mögliches Comeback von Verteidiger Helge Pyka. Als viele schon von einem kompletten Fehlstart ausgingen besinnte sich das Team und fuhr im zweiten Spiel in Höchstadt einen 9 zu 2 Kantersieg ein. Das dritte Spiel war dann eines an das man sich auch in vielen Jahren noch erinnern wird. Der Weg führte die Rot-Weißen in den Tigerkäfig zu ambitionierten Aufsteiger EHC Bayreuth. Memmingen gegen Bayreuth war schon immer mit viel Brisanz verbunden und es sollte auch diesmal wieder so werden. In einem hochdramatischen Spiel konnten die Memminger sich immer wieder nach Rückstanden herankämpfen. Eine Minute vor Schluß gelang  Jim Nagle, der zusammen mit dem am heutigen Abend überragenden Martin Löhle in Überzahl schließlich der 6 zu 6 Ausgleich und  die mitgereisten Anhänger waren begeistert. Das folgende Penaltyschießen wurde dann auch noch gewonnen und man konnte erstmal zufrieden sein. Die folgenden Wochen waren dann die beste Phase der Indians in dieser Saison, die mit dem 9 zu 3 Kantersieg Ende November gegen den Erzrivalen aus Sonthofen seinen Höhepunkt fand. 2700 Zuschauer waren zudem die Saison-Rekordmarke für den ECDC. Die kommenden Wochen sollten die dunkelsten der letzten Jahre werden. So konnte man von den nächsten (16!) Spielen noch ganz drei für sich entscheiden. Der negative Höhepunkt war sicherlich die heftige 8 zu 1 Derbypleite in Sonthofen die letztlich auch das Fass zum Überlaufen brachte. Die Fans gingen auf die Barrikaden und der Verein trennte sich letztlich von Trainer und Ex-Spieler Klaus Micheller. Ab sofort übernahm der bisherige Co-Trainer Werner Tenschert das Kommando hinter der Bande und auch die Mannschaft rückte nun nochmal enger zusammen um gemeinsam die Trendwende zu schaffen. Im ersten Spiel unter Tenschert´s Regie wurde der hochgehandelte EV Regensburg mit 2 zu 1 am Hühnerberg niedergerungen. Auch die beiden abschließenden Hauptrundenspiele entschied man noch für sich und so konnte man die Vorrunde auf einem letztlich enttäuschenden 13. Platz abschließen. 39 Punkte konnte man einfahren und das Torverhältnis belief sich auf 122:114. Durch die abschließenden Erfolge konnte man sich gerade noch rechtzeitig Selbstvertrauen für die anstehende Abstiegsrunde holen.

Die Abstiegsrunde begann dann aber zunächst aber mit einem erneuten Rückschlag. Im ersten Spiel musste man sich dem ESV Buchloe geschlagen geben und spätestens jetzt grasierte das Abstiegsgespenst rund um den Hühnerberg. Die weiteren Partien gegen Pfronten, Peißenberg und Buchloe konnte man dann noch siegereich gestalten und der tiefe Sturz in die Landesliga konnte nochmal abgewendet werden.  Saison-Topscorer bei den Indians wurde Mike Dolezal mit 59 Scorerpunkten aus 36 Spielen. Der Zuschauerschnitt war trotz mäßigem Erfolg mit 1033 beachtlich. Hinter den Top-Teams Regensburg(2003 Zuschauer/Partie) und Selb (1850 Zuschauer/Partie) waren die Memminger der drittgrößte Zuschauermagnet der Bayernliga. Meister wurde der TEV Miesbach der aber auf eine Oberliga-Rückkehr verzichtete und Vizemeister VER Selb den Vortritt ließ.

ECDC-Kader: Patrick Vetter(Tor), Dominik Wagner(Tor), Martin Jainz, Henning Schütz, Eugen Scheffer, Max Holzmann, Dennis Erdelean, Ferdinand Voss, Ramon Waldmann, Johannes Epple, Michael Simon, Oliver Seitz, Jürgen Wiese, Manfred Pietsch, Helge Pyka, Robert Balzarek, Armin Ullmann, Daniel Pfeiffer, Tim Tenschert, Andreas Börner, Ingo Nieder, Markus Kerber, Manfred Jorde, Martin Löhle, Jim Nagle, Mike Dolezal


Saison 10/11 - Der Umbruch wird eingeläutet

Mit aus dem Kaufbeurer Nachwuchs kommenden Jochen „Jogi“ Koch gelang es den ECDC Verantwortlichen einen interessanten Trainer zu verpflichten. Koch hatte klare Vorstellungen und galt als absoluter Fachmann mit guten Kontakten in der Eishockeyszene.  Ihm zur Seite stand das Memminger Urgestein Werner Tenschert der ja in der letzten Saison vorübergehend den Cheftrainerposten vom entlassenen Klaus Micheller übernahm.

Mit Koch kamen gleich vier junge, hoffnungsvolle Talente im Sommer aus Kaufbeuren mit nach Memmingen. Stefan Rott, Andreas Neumann, David Vycichlo und Torhüter Simon Schreiber.  Ein gewisser Umbruch war auch nötig, nach der letzten, sehr durchwachsenen Saison.  Nach drei Spielzeiten trennte man sich im Sommer vom Kontingentspieler James Nagle.  Topscorer Mike Dolezal verließ den Hühnerberg nach nur einem Jahr wieder und wechselte zum Rivalen nach Lindau. Kapitän Ingo Nieder beendete nach vielen Jahren im Rot-Weißen Dress seine aktive Laufbahn.  Als hochgehandelte Neuzugänge wurden Verteidiger Robert Paule(Kaufbeuren) und der in Memmingen bestens bekannte Deutsch-Kanadier Derek Switzer verpflichtet. Switzer spielte einst beim EHC Memmingen bereits erfolgreich in der Maustadt und war Publikumsliebling. Der größte Kracher sollte aber noch folgen. Die bis kurz vor Saisonbeginn noch unbesetzte Kontingentstelle wurde von den Indians mit Ron Newhook mit einem echten „Kracher“ besetzt. Besonders hervorheben muss man hier sicherlich die Memminger Fans, die mit einer groß angelegten Spendensammlung einen Teil zur Verpflichtung Newhooks beigtragen haben.  Newhook war bis dahin nur in der Oberliga und 2. Bundesliga u.a. für Kaufbeuren, Ravensburg und Rosenheim aktiv.

Nach einer wenig aussagekräftigen Vorbereitung musste man sich am ersten Spieltag knapp dem späteren Vorrundensieger aus Erding geschlagen geben. Das erste Heimspiel war dann gleich ein Paukenschlag und Mitfavorit Bayreuth wurde mit 7:2 aus der Eisssporthalle geschossen. Der weitere Vorrundenverlauf war ein stetiges auf und ab. Bereits kurz nach Saisonstart verletzte sich Top-Verteidiger Robert Paule schwerwiegend und sein Gastspiel in Memmingen war bereits wieder vorbei. Für ihn wurde im Dezember Marc Stotz vom Oberligisten EV Landsberg verpflichtet. Bitte für die leidgeprüften Memminger Fans, dass es trotz großer Erwartungen und teils hochkarätigen Spielern im Kader am Ende nur zu Platz zehn nach der Vorrunde reichte. Es ging also erneut in die Abstiegsrunde und damit um den Verbleib in Bayerns höchster Spielklasse. Ein großes Problem tat sich im Verlauf der Vorrunde auf der Torhüterposition auf. Neuzugang Simon Schreiber beendete wenige Wochen nach seiner Verpflichtung aus persönlichen Gründen seine Karriere und sein Kollege Dominik Wagner wurde nach einer Undiszipliniertheit im Heimderby gegen Sonthofen suspendiert. Junioren Torhüter Sebastian Reisinger und der lange nur unterklassig agierende Marc Bartsch konnten diese Lücken nicht schließen und der Verein stand vor einer schwierigen Situation.

Kurz vor Beginn der Abstiegsrunde stellte Trainer Koch den Kontakt zum DEL-erprobten Christian Baader her. Er war vereinslos und konnte somit verpflichtet werden. Diese Verpflichtung gab dem Team in der schwierigen Situation den nötigen Halt und so konnte man die Play-Down Spiele um den Abstieg gerade nochmal umgehen. Bayernligameister wurde Dauerrivale ERC Sonthofen der aber auf einen Oberligaaufstieg verzichtete und den Erding Gladiators den Vortritt ließ. Der Zuschauerschnitt der Indians belief sich auch 975, den besten Schnitt erreichten die Blue Devils aus Weiden mit knapp 1500 Zuschauern. Topscorer des ECDC wurde erwartungsgemäß der Kanadier Ron Newhook mit 66 Punkten vor Derek Switzer(54) und Kapitän Martin Löhle(42).

ECDC-Kader: Simon Schreiber(Tor), Christian Baader(Tor), Dominik Wagner(Tor), Marc Bartsch(Tor), Sebastian Reisinger(Tor), Robert Paule, Andreas Neumann, Andreas Schmelcher, Jänichen Markus, Martin Jainz, Ramon Waldmann, Sascha Schuhmann, Riccardo Lorenz, Bastian Koch, Manuel Endras, Eugen Scheffer, Dennis Lorenz, Henning Schütz, Oliver Seitz, Christoph Chronz, Tobias Vorderbrüggen, Manfred Pietsch, Johannes Sigl, Markus Kerber, Tim Tenschert, Manfred Jorde, Stefan Rott, Andreas Börner, David Vycichlo, Martin Löhle, Derek Switzer, Ron Newhook.


Saison 11/12 - Der Erfolg kehrt zurück, knapp am Halbfinale vorbeigeschrammt

Auf Kontinuität setzte man beim ECDC vor der neuen Saison 11/12, dies sollte sich im späteren Saisonverlauf noch auszahlen. Den in der letzten Saison eingeschlagenen sportlichen Weg, mit dem damals neuen, aus dem Kaufbeurer Nachwuchs gekommenen Cheftrainer Jogi Koch und seinem Co-Trainer Werner Tenschert wurde frühzeitig beschlossen fortzusetzen. Auch im Kader wurden nicht zu große Änderungen vorgenommen und man wollte den vielen Talenten die Chance bieten sich weiterzuentwickeln. Die in der Vorsaison so vakante Torhüterposition wurde mit dem erfahrenen Martin Niemz(u.a. Lausitzer Füchse) und dem jungen, talentierten Alexander Reichelmeir(Landsberg) hervorragend neu besetzt. Die Abwehr wurde mit dem als neuen Führungsspieler geholten Martin Hoffmann ergänzt. Hoffmann kam vom Zweitligisten ESV Kaufbeuren und besaß reichlich, höherklassige Erfahrung. Im Angriff musste man zwei Hochkaräter ersetzen. Der Kanadier Ron Newhook verließ die Indians nach nur einer Saison wieder und wechselte ausgerechnet zum Erzrivalen ERC Sonthofen. Der letztjährige Kapitän und langjährige Top-Spieler Martin Löhle wollte auch kürzer treten und schloß sich dem neu gegründeten HC Maustadt(Bezirksliga) an. Für Newhook wurde schnell Ersatz gefunden und man vermeldete bereits Ende Mai die Verpflichtung von Martin Lamich. Der tschechische Torjäger wechselte vom Oberligisten VER Selb nach Memmingen. Diese Personalie sollte die Memminger aber noch länger beschäftigen, was zunächst noch keiner ahnte.

Ende August startete man die Vorbereitung auf Eis und prompt hörte man wenig erfreuliches vom Hühnerberg. Nach nur wenigen Trainingseinheiten fiel dem neuen Kontingentspieler auf, dass er kein tschechisches TV empfangen konnte und auch mit seiner gestellten Wohnung zeigte sich der mit großen Erwartungen geholte Lamich nicht zufrieden. Es kam zur Trennung und man stand erstmal ohne Kontingentspieler da. Für die ersten Vorbereitungsspiele wurden zwei unbekannte Übersee-Importe zum Try-out eingeladen. Nach einem tollen und siegreichen Heimspiel gegen Oberligist EV Füssen entschied man sich schnell für den schnellen und technisch starken US-Amerikaner Itan Chavira, der Darren McKague deutlich in den Schatten stellte. Ein weiterer Nackenschlag in der Vorbereitungszeit war das legendäre 2 zu 12 Debakel am Hühnerberg gegen den EV Lindau. Viele Fans befürchteten nun schon schlimmstes für die anstehende, neue Spielzeit.

Das die Vorbereitung nur Schall und Rauch ist, dass zeigten die neuformierten Indianer im ersten Saisonspiel daheim gegen den hochgehandelten EV Weiden. Die Oberpfälzer wurden in einem begeisternden und mitreißenden Spiel mit 5 zu 4 niedergerungen. Ein Highlight das sicher für immer unvergessen sein wird lieferte der überragend aufspielende US-Boy Itan Chavira. Hinter dem Tor der Weidner nahm er den Puck auf seinen Schläger und beförderte ihn von dort ins EVW-Gehäuse und die ganze Eissporthalle war aus dem Häuschen. So etwas sieht man nur ganz, ganz selten! Leider konnte man nicht weitere Chavira-Tore bejubeln, dann völlig überraschend und wohl aus privaten Gründen verschwand der Amerikaner wieder aus Deutschland. Der ECDC stand also nach dem ersten Spiel bereits wieder ohne Ausländer da und der Schock saß zunächst mal tief.

Auf Empfehlung gelang es den Verantwortlichen jedoch schnell Ersatz zu finden. Bereits wenige Tage nach dem überraschenden Chavira-Abgang stand der kleine Kanadier Brendan McLaughlin das erste mal auf Memminger Eis. Seine Verpflichtung sollte ein echter Volltreffer werden. Auch er konnte jedoch nicht verhindern das man die folgenden vier Ligaspiele allesamt verlor – die Stimmung war natürlich im Keller. Die Mannschaft zeigte nun aber Charakter und startete voll durch. Bis zum Ende der Vorrunde gab es nur noch drei Niederlagen, alle anderen Spiele wurde gewonnen und es konnte eine Euphorie in der ganzen Stadt erzeugt werden. Die Zuschauerzahlen stiegen deutlich an und der sympathische Kanadier Brendan McLaughlin spielte sich in die Herzen der Fans. Am Ende der Vorrunde war er ligaweiter Topscorer(58 Punkte) und mit Abstand auch bester Torschütze der gesamten Bayernliga mit traumhaften 39 Toren. McLaughlin überzeugte mit Schnelligkeit und einem knallharten Schuss. Nach der Vorrunde belegte man Platz vier mit 68 Punkten und 149:99 Toren. 23 Siegen standen nur 7 Niederlagen gegenüber und man konnte sich endlich wieder auf die Meisterrunde freuen.

Mit großer Hoffnung starte man in Gruppe A der Meisterrunde. Beim nochmals verstärken Vorrundensieger Schweinfurt gab es im Auftaktspiel jedoch nichts zu erben. Im zweiten Spiel gegen Außenseiter Königsbrunn gewann man anschließend nur im Penaltyschießen und ließ einen wichtigen Punkt liegen. Auch der zweite Auswärtsauftritt in Weiden wurde umstritten mit 7 zu 5 verloren und die Indians schienen bereits raus aus dem Kampf ums Halbfinale. Das Rückspiel gegen Weiden konnte man in einer umkämpften Partie knapp mit 2 zu 1 für sich entscheiden und man war zurück im Geschäft. Voller Hoffnung und begleitet von 400 Fans fuhr man nach Königsbrunn und hoffte auf einen ECDC-Sieg und eine gleichzeitige Niederlage von Weiden in Schweinfurt. Die Memminger erfüllten ihre Aufgabe, jedoch spielte der bisher so souverän aufgetretene ERV Schweinfurt desolat und unterlag Weiden fast schon historisch mit 1 zu 8 auf eigenem Eis. Die letzten Chancen auf das Halbfinale für die Indians waren ausgeträumt und Schweinfurt zog sich den Unmut von vielen Fans und der Mannschaft auf sich. Das abschließende Spiel ging dann ausgerechnet daheim am Hühnerberg gegen die Schweinfurter. Der spätere Meister und Aufsteiger gewann knapp mit 3 zu 2, durchlebte jedoch mehr als 60 schwierige  Minuten. Die Gäste wurden pausenlos ausgepfiffen und bekamen den ganzen Frust des Publikums zu spüren. Unbeeindruckt ging das nicht an den Gästen vorbei und der Amerikaner Marc Dunlop ließ sich zu einer Unsportlichkeit hinreißen und wurde später für Rekordverdächtige 3 Jahre gesperrt. Die Memminger konnten am Ende stolz auf ihre Mannschaft und die tolle Saison sein. Topscorer wurde Brendan McLaughlin, gefolgt von seinen Strumreihen-Kollegen Markus Kerber und Stefan Rott. Der Zuschauerschnitt belief sich auf 1100.

ECDC-Kader: Martin Niemz (Tor), Alexander Reichelmeir(Tor), Andreas Neumann, Martin Hoffmann, Sven Schirrmacher, Marc Stotz, Martin Jainz, Riccardo Lorenz, Jürgen Wiese, Dennis Lorenz, Thomas Just, Tobias Vorderbrüggen, Daniel Zierfaß, Itan Chavira, Markus Jänichen, Michael Simon, Andre Aschenbrenner, Ronny Zientek, Nikolai Varianov, Derek Switzer, Tim Tenschert, Andreas Börner, Stefan Rott, Markus Kerber, Brendan McLaughlin.


Saison 12/13 - Erstmaliger Halbfinaleinzug

Nach der für viele überraschend gut verlaufenen Saison 11/12 waren die Erwartungen rund um den Hühnerberg natürlich gestiegen. Diese hohen Erwartungen kamen also gleich auf die neue Führungsmannschaft der neu gewählten Vorstandschaft zu. Bis auf langzeit-Vorstand Helge Pramschüfer und Nachwuchsleiter Peter Gemsjäger galt es im Sommer alle Posten neu zu besetzen. Die neu gewählte Führungscrew ging mit frischem Wind an die schwierigen Aufgaben heran und erzeugte sofort eine gewisse Aufbruchsstimmung in und um den Verein. Die sportliche Verantwortung lag weiterhin beim Trainergespann Jogi Koch und Co-Trainer Werner Tenschert. Koch übernahm zudem den Posten des sportlichen Leiters  von Marcus Klär. Der Umbruch im Kader war jedoch nicht all zu groß und der Großteil der erfolgreichen und jungen Mannschaft konnte in der Maustadt gehalten werden.

Der schmerzlichste Abgang war sicher der von Publikumsliebling Brendan McLaughlin, der nach seinen Leistungen nicht in der Bayernliga zu halten war und sein Glück fortan in der Oberliga Süd in Deggendorf suchte. Ebenfalls zu ersetzen galt es Routinier Derek Switzer, der seine aktive Laufbahn beendete und sich in seine Heimat Kanada verabschiedete. Switzer wurde durch ein großes Abschiedsspiel im August bei hochsommerlichen Temperaturen in Kaufbeuren verabschiedet und gefeiert.

Die Lücke von Switzer sollte der junge Jannik Striepeke schließen. Center Striepeke kam aus der Oberliga West vom EC Bad Nauheim und wusste vor allem durch sein großes Kämpferherz zu überzeugen. Weitere Neuzugänge waren Maximilian Merkle (Halle/Oberliga Ost) und der umstrittene Verteidiger Fabian Sing. Während sich Merkle zu einem der torgefährlichsten Stürmer mauserte kam es bei den beiden anderen Neuzugängen anders als man es sich vorgestellt hatte. Striepeke lag nach wenigen Vorrundenspielen ein Profi-Angebot aus seiner alten Heimat Bad Nauheim vor, welches er nicht ausschlagen konnte. Fabian Sing der ohnehin als Liga-Raubein galt, wurde nach einem vermeintlichen Schuss beim Auswärtsspiel in Miesbach (Anfang Dezember) auf den Schiedsrichter für den Rest der Saison gesperrt.

Mit Beginn der Vorbereitung machte man sich mit Hilfe eines Try-Outs auf die Suche nach einem geeigneten Kontingentspieler, drei Kanadier spielten am Hühnerberg vor. Rob Labute und Scott Sack konnten sich jedoch nicht gegen Brit Ouellette durchsetzen, welcher schließlich den vakant gewordenen Posten im Team übernahm. Bei den Fans wurde Ouellette jedoch auch oft kritisch gesehen und er hatte es natürlich auch schwer die Nachfolge von McLaughlin anzutreten. Im Saisonverlauf überzeugte er jedoch mit seiner exzellenten Chancenverwertung.

Die Vorrunde spielte das Team eine ordentliche Rolle in der Liga und hielt sich lange Zeit unter den Top-4 auf. Gegen Ende der Vorrunde leistete man sich einige Unkonzentriertheiten und landete schließlich auf dem 7. Platz nach der Vorrunde. Die Ligafavoriten aus Sonthofen und Bayreuth zogen an der Spitze einsam ihre Kreise. Mit Beginn der Wechselzeit im Dezember gelang es den Memminger-Verantwortlichen sich nochmals zu verstärken und auch die Abgänge von Striepeke und Sing zu kompensieren. Die in finanzielle Schieflage(mit späterem Ausscheiden aus der BEL) in Königsbrunn ermöglichte es dem ECDC mit Patrick Zimmermann, Alexander Krafczyk und Michael Polaczek gleich der Stürmer zu verpflichten und dem Team zusätzlich Schwung zu verleihen. Kurz vor Beginn der Zwischenrunde kam zusätzlich noch der talentierte Angreifer Anton Pertl(Weiden/Oberliga Süd) nach Memmingen.

Durch diese gezielten Verstärkungen ging man optimistisch in die Zwischenrunde und peilte den erstmaligen Halbfinaleinzug an. In einer spannenden Gruppe mit Top-Favorit Bayreuth, Höchstadt, Dorfen und Moosburg gelang es dem ECDC letztlich sich erstmals für ein Bayernliga-Halbfinale zu qualifizieren. Die Euphorie rund um den Hühnerberg war dementsprechend groß.

Im Halbfinale wartete mit dem großen Rivalen aus Sonthofen zudem ein wahrer Kracher auf Fans und Mannschaft. Die favorisierten Bulls aus Sonthofen konnten sich am Ende bereits in zwei umkämpften Partien den Finaleinzug sichern. Das Heimspiel wird den Fans der Memminger jedoch noch lange in guter Erinnerung bleiben.  Der Hühnerberg war zum ersten mal seid über 15 Jahren wieder mit weit über 3500 Zuschauern restlos ausverkauft. Die Fans trugen mit einer Ganz-Stadion-Choreographie zu einem unvergesslichen Abend bei und tauchten die komplette Eishalle geschlossen in Rot&Weiss. So etwas gab es noch nie in der Memminger Eishalle! Im kleinen Finale konnte man sich gegen den EC Pfaffenhofen klar durchsetzen und landete am Ende auf dem hervorragenden 3. Platz der Bayernliga. Im Finale konnte sich der favorisierte ERC Sonthofen nicht gegen die Bayreuth Tigers durchsetzen. Aufsteiger und Bayernligameister wurde damit der EHC Bayreuth.

Die Spiele der Indians verfolgten im Schnitt 1188 Zuschauer, was ligaweit der beste Zuschauerschnitt war, noch vor Sonthofen und Bayreuth. Die punktbesten ECDC Spieler waren Kanadier Brit Ouellette mit 51 Scorerpunkten, vor Markus Kerber(49) und Rückkehrer David Vycichlo (34).

ECDC-Kader: Martin Niemz(Tor), Alexander Reichelmeir(Tor), Jennifer Harß(Tor), Franziska Albl(Tor), Martin Hoffmann, Andreas Neumann, Marc Stotz, Sven Schirrmacher, Martin Jainz, Fabian Sing, Tim Tenschert, Michael Simon, Daniel Zierfaß, Thomas Just, Benjamin Röhling, Andre Aschenbrenner, Nicholas Becker, Polaczek Michael, Striepeke Jannik, Stefan Rott, Alexander Krafczyk, Anton Pertl, Ronny Zientek, Andreas Börner, Patrick Zimmermann, Maximilian Merkle, David Vycichlo, Markus Kerber, Brit Ouellette.


Saison 13/14 - Großer Erfolg mit der Vizemeisterschaft!

Die Erwartungen und die Euphorie rund um den Verein nahm durch den letztjährigen Halbfinaleinzug weiter zu. Positive Signale, dass eine weitere erfolgreiche Spielzeit bevor steht gab es auch reichlich über die Sommerpause. Die wichtigste Nachricht erhielten die treuen Mitglieder und Fans Ende Juli, als auf der Jahreshauptversammlung im Engelkeller  verkündet wurde, dass erstmals seid einigen Jahren wieder ein Gewinn erwirtschaftet wurde und die Schulden deutlich reduziert werden konnten. Die vor einem Jahr gewählte und großteils neue Vorstandschaft konnte den Verein also wieder in die richtige Richtung lenken. Diese tolle, ehrenamtliche Arbeit honorierten auch die Fans, und so konnte man weit über 300 Dauerkarten verkaufen(ohne Sponsorenkarten). Im Trainerstab wollte man neue Anreize schaffen und so wurde mit dem jungen Topias Dollhofer(kam aus Landsberg) ein ehrgeiziger und neuer Co-Trainer gefunden. Er löste nach einigen Jahren Urgestein Werner Tenschert ab, der ab sofort bei dem so erfolgreichen Memminger Damenteam das Training leitete.

Die Mannschaft wurde fast komplett gehalten und nochmal gezielt verstärkt. Top-Neuzugang war sicherlich Martin Schweiger. Er kam vom Oberligisten Deggendorf nach Memmingen und brachte reichlich Erfahrung aus den drei höchsten Ligen Deutschlands mit. Ihm kam natürlich auch eine Führungsrolle im Indiansangriff zu. Eine Änderung gab es erneut auch auf der Kontingentposition. Brit Ouellette wurde nach seinem eher unglücklichen Saisonende in der Vorsaison nicht gehalten und wurde durch seinen kanadischen Landsmann Alain Joanette ersetzt. Mit hervorragenden Statistiken wechselte er vom Landesliga-Kellerkind Bad Kissingen in die Maustadt. Ein weiterer Neuzugang war Rückkehrer Andreas Schmelcher(Erding/Oberliga Süd), der die Abwehr verstärken sollte.

Die Vorbereitung verlief bis auf eine Matchstrafe von Sven Schirrmacher(in Füssen) und kleinere Verletzungsprobleme ordentlich und man freute sich auf die neue Spielzeit. Zum Auftakt ging es gleich nach Miesbach gegen die man bereits in der Vorbereitung zweimal verloren hatte. Dieses Auftaktspiel sollte dann fast schon historisch werden und man musste eine 0 zu 8 Schlappe verdauen. Die zahlreich mitgereisten Fans trauten ihren Augen kaum und so hatte sich das sicher niemand vorgestellt. Die Rehabilitation sollte aber bereits am Sonntag folgen und man konnte Peißenberg mit 5 zu 3 besiegen. Hier spielten die Indianer in Rosatrikots und nahmen an der Pinktober-Aktion zu gunsten Brustkrebskranker teil. Diese Trikots wurden danach versteigert und der Erlös gespendet. Aus privaten Gründen musste sich leider Maximilian Merkle vom ECDC verabschieden, was natürlich ein Loch in den Angriff riss. Hier gelang es den Verantwortlichen aber mit Sebastian Lachner(Erding) adäquaten Ersatz zu Verpflichten. Lachner war ab Dezember spielberechtigt und spielte eine ganz starke Vorrunde und wurde von den Fans zurecht gefeiert. Lange konnte man sich sogar an der Tabellenspitze behaupten noch vor dem klar zu favorisierendem Meisterschaftsanwärter aus Sonthofen. Erst wenige Spiele vor Ende der Vorrunde konnten die Bulls aus Sonthofen den ECDC vom Platz an der Sonne verdrängen. Am Ende stand ein starker zweiter Platz zu Buche und man gewann 23 von 30 Vorrundenspielen.

In der Zwischenrunde warteten mit dem starken EHC Waldkraiburg, Höchstadter EC und dem unangenehmen ESC Dorfen starke Gegner auf die Indians. Der Auftakt gelang mit einen sehenswerten Heimspiel gegen Waldkraiburg(4 zu3). Im zweiten Spiel konnte man aus Höchstadt zumindest einen Punkt mit ins Allgäu nehmen und man war eigentlich auf Halbfinalkurs. Als im Doppelvergleich mit Dorfen auch noch ein Heimsieg gelang war das Weiterkommen bereits in greifbarer Nähe. Es sollte sich jedoch noch in einen echten Thriller verwandeln in dieser Gruppe. Das Auswärtsspiel in Dorfen wurde verloren und es war plötzlich wieder alle eng in der Tabelle. Das dritte Heimspiel sollte zumindest für die Memminger jedoch die Entscheidung bringen. In einem mitreißendem Spiel wurden die Höchstadt Alligators geschlagen und der Halbfinaleinzug perfekt gemacht. Den zweiten Halbfinalplatz sicherten sich in einem Herzschlagfinale die Franken aus Höchstadt, die Dorfen äußert knapp hinter sich ließen. Am Ende trennten den ersten aus Memmingen und den vierten aus Waldkraiburg nur (2!) Punkte.

Im Halbfinale wartet der TEV Miesbach auf die Memminger. Ein Vorteil war sicherlich der Heimvorteil für die Indians, die sich berechtigte Hoffnungen auf eine Finalteilnahme machten. Das erste Spiel am Hühnerberg verfolgte die tolle Kulisse von 2600 Fans und verwandelte die Eishalle in einen Hexenkessel. Die Fans glänzten mit einer tollen Roulette/Poker-Choreographie und pushten so ihr Team. Am Ende stand nach packendem Play-Off Kampf ein 4 zu 2 Sieg auf der Anzeigetafel.  Es wurde jedoch noch ein zweiter Sieg für den Finaleinzug benötigt. Das Auswärtsspiel verwandelten rund 400 mitgereiste Memminger zum Heimspiel und sie wurden letztlich auch belohnt. In einem wahren Penaltykrimi besiegte der ECDC dann jedoch die Oberbayern und feierte ausgelassen den erstmaligen Einzug in Bayernliga-Endspiel. Der überragende Torhüter Martin Niemz entschärfte alle sechs Penaltys der Miesbacher und Stefan Rott schoss mit seinem Versuch die Fans in Verzückung.

Im Finale kam es zum Aufeinandertreffen mit dem großen Favoriten und Dauerrivalen aus Sonthofen. Ein echtes Allgäu-Derby und das in einem Endspiel, besser konnte es nicht laufen. Das erste Spiel in Sonthofen verlief lange ausgeglichen und die Memminger Fans hofften auf die Sensation. Die Bulls zeigten jedoch Mitte des zweiten Drittels ihre ganze Klasse und schossen in wenigen Minuten einen uneinholbaren Vorsprung heraus. Am Ende verlor man mit 6 zu 3. Die Euphorie vor dem Heimspiel am Hühnberg war dennoch ungebrochen und der Verein konnte bereits Tage vor dem Spiel ausverkauft melden. Zum Sieg reichte leider auch ein ausverkauftes Stadion nicht, die Sonthofner waren einfach eine Nummer zu groß. 1 zu 4 unterlagen die tapfer kämpfenden Maustädter am Ende. Das Meisterstück machte der ERC dann im dritten Finale vor heimischer Kulisse. Das gesamte ECDC-Team konnte sich nach anfänglicher Enttäuschung jedoch über eine starke Saison freuen. Die Vizemeisterschaft war ein toller Erfolg.

Die Heimspiele verfolgten im Schnitt 1335 Zuschauer was die Bestmarke bedeutete, vor Sonthofen und Lindau. Die punktbesten Spieler waren Patrick Zimmermann mit 57 Scorerpunkten, vor Alain Joanette(53) und Martin Schweiger mit(49).

ECDC- Kader: Martin Niemz(Tor), Alexander Reichelmeir(Tor), Franziska Albl (Tor), Martin Hoffmann, Andreas Neumann, Sven Schirrmacher, Marc Stotz, Martin Jainz, Andreas Schmelcher, Alessandro Feldmeier, Tim Tenschert, Nicholas Becker, Michael Polaczek, Alexander Krafczyk, Michael Simon, Andre Aschenbrenner, Alain Joanette, Martin Schweiger, Anton Pertl, Patrick Zimmermann, Ronny Zientek, Sebastian Lachner, Andreas Börner, Stefan Rott, Markus Kerber.

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