Bayernligameister 2016/2017

Meister gegen Pokalsieger – Beide Topteams am Wochenende im direkten Duell

(Fraueneishockey/Memmingen) Zweimal müssen die Frauen der Memminger Indians am kommenden Wochenende auswärts bei den „Penguins“ aus Planegg antreten. Die erste Begegnung in der Grafinger „Scheune“  findet am Samstag um 17 Uhr statt, das zweite Spiel steigt am Sonntag um 11:15 Uhr.

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Ein Blick auf die aktuelle Tabelle in der Fraueneishockey-Bundesliga genügt um zu erkennen, welche Bedeutung das kommende Wochenende für den Titelkampf hat. Tabellenführer Planegg hat 14 Partien absolviert und 37 von 42 möglichen Punkten gewonnen. Die Indians haben dagegen erst 11 Spiele hinter sich, konnten diese allesamt für sich entscheiden und kommen somit auf die Maximalausbeute von 33 Zähler. Die bislang einzige Saisonniederlage kassierten die Penguins im Oktober bei den Indians am Memminger Hühnerberg – Endstand 5:3 zugunsten des ECDC. Auch im EWHL Supercup hatten die Allgäuerinnen Mitte September knapp die Nase vorn – sie bezwangen den Dauerrivalen in Grafing in der Verlängerung mit 4:3.

So trifft am Wochenende nicht nur der deutsche Meister auf den Pokal- und EWHL Supercupsieger, sondern auch der beste Sturm der Liga auf die beste Abwehr. Eine stolze Torbilanz von 105:25 Tore haben die Oberbayern aus den bisherigen Begegnungen, knapp die Hälfte erzielten Treffer geht dabei auf Julia Zorn (31 Punkte) und Kerstin Spielberger (14), die damit auch die Skorerwertung der Liga anführen. Die Indians brachten es in ihren 11 Spielen auf 61 Treffer und mussten dabei erst 14 Gegentore hinnehmen.

Zum ersten Mal werden die Indians an diesem Wochenende in Grafing übernachten. „Vor 23 Uhr wäre keine unserer Spielerinnen am Samstag nach Hause gekommen und am Sonntag wär’s um 6:30 Uhr wieder los gegangen“ so Indians Teammanager Peter Gemsjäger. „Auch wenn es eine zusätzliche finanzielle Belastung für uns Alle ist, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“. Insgesamt sorgt der Spielplan bei den meisten Bundesligisten für wenig Begeisterung. „Nächste Woche spielen wir dann noch zweimal gegen Ingolstadt und haben dann bei Halbzeit in der Liga schon sechs von acht Partien gegen unsere beiden Hauptkonkurrenten hinter uns“ so Gemsjäger. Die Ursache für diese wenig attraktive Gestaltung des Spielplans sehen die Memminger Verantwortlichen allerdings nicht beim Verband, sondern beim SC Langenhagen, der sich mit juristischen Winkelzügen nach Meldeschluss in die Liga eingeklagt hat und so für ein Terminchaos sorgte.

Die Motivation bei den Allgäuerinnen ist jedenfalls riesig, trotz der späten Trainingszeit fanden sich am Dienstagabend drei komplette Reihen auf dem Eis ein, um sich gewissenhaft auf das Derby vorzubereiten. „Wie immer freuen wir uns auf solche Spiele, die sicherlich spannend und hart umkämpft werden“ so Indians Coach Werner Tenschert.

 


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